Dubai war sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg unsere Zwischenstation. 2-3 Stunden mußten wir dort jeweils auf den Weiterflug warten.
Auf diesen Flughafen war ich extrem gespannt, denn alles was ich bisher darüber gehört hatte, ließ mich ein architektonisches Meisterwerk, eine überdimensionale Shoppingmeile, modernes Interieur und einen satten Goldrausch erwarten.
Öhem, da hab ich wohl zu viel erwartet ;) Er ist natürlich schon modern, aber halt nicht spektakulär. Trotzdem ist dieser Flughafen einen Eintrag hier wert, denn er hat mich auf ganz andere, unerwartete Weise beindruckt:
Dubai liegt in den Vereinigten Arbischen Emiraten. Gerade habe ich herausgefunden, dass “Dubai” übersetzt “Treffpunkt” bedeutet. Schon am Dubaier Flughafen wird deutlich, dass diese Bezeichnung nicht von ungefähr kommt. Knapp 29 Millionen Menschen passieren diesen Flughafen jährlich, 80.000 täglich! Der Flughafen platzt aus allen Nähten. Menschen aller Hautfarben und Kulturen treffen hier aufeinander, vermischen sich und fliegen kurze Zeit später wieder in alle Himmelsrichtungen davon. Ich mußte ständig an den Raumflughafen bei “Men in Black” denken…
Kopftücher, Turbane, Hüte, Glatzen, Rastas und Haare bis zum Boden, Kleidung aus Stoffen aller Art, Leder, Leinen, Polyester, Business Anzüge und traditionelle afrikanische, asiatische und nahöstliche Folklore, Laptops und Gebetsteppiche, ein Kauderwelsch an Sprachen, Menschen sitzend, hockend, im Stehen und im Liegen schlafend. Im Flughafen Dubai sieht man ganz bestimmt einen Querschnitt der Weltbevölkerung.
Der Flughafen ist ein riesiges Schlafzimmer. Wo man geht und steht, außer in der Einkaufspassage, schlafen die Leute und das nicht nur auf den dafür vorgesehenen Stühlen. Die meisten schlafen auf dem Boden. In großen Gruppen aneinander gekuschelt mitten auf den Wegen oder versteckt hinter einer Reklametafel. Die meisten sehen nicht so aus, als hätten sie sich in Dubai einen Luxusurlaub gegönnt. Viel wahrscheinlicher ist, dass sie zu der enormen Zahl Arbeitsmigranten gehören, die in den boomenden Vereinten Arabischen Emiraten eine Anstellung als Bauarbeiter oder ähnliches gefunden haben und die sich auf den Weg zurück in ihre Heimat machen. Die meisten Arbeitsmigranten stammen aus Indien, Pakistan, Bangladesch, sehr viele auch aus afrikanischen Staaten. Und: 3/4 der Bevölkerung der Vereinten Arabischen Emirate sind Ausländer.
Hier am Flughafen habe ich auch ein “1000 x berührt” Fundstück gemacht. Eine Dirham-Münze. Sie hat wohl tausendfach den Besitzer gewechselt und dabei hat das Gesicht auf der Münze sein Profil verloren.
So, das war der Eintrag zu Dubai.
In den nächsten Beiträgen erzähle ich euch über 2 Nächte in Bangkok, eine Mutprobe, die Expedition mit dem Rad durch Bangkok, thailändische Rocker und Drogen am Steuer…





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