Donnerstag, 13. März 2008

Scheinchen zählen international

Geldscheine werden von Land zu Land unterschiedlich gezählt. Seht selbst...

Donnerstag, 21. Februar 2008

Bangkok Khao San Road

16:00 Uhr. Ich bin schon spät dran. Habe zu lange den erfrischenden Wasserstrahl genossen und somit kein erkundungsfreudiges Grüppchen mehr in der Lobby des Buddy Lodge angetroffen. Also allein ins Vergnügen.

Aus der Lobby durch eine kleine klimatisierte Ladenpassage mit Schmuck- und Tattooladen, am "lebensgroßen" und die Hände zum typischen Thai Gruß gehobenen Ronald McDonald vorbei, raus in den bunten Farbtopf Khao San Road.

Die Straße ist so voller Menschen, Farben, Gerüche und Geräusche. Wieso quackt es hier? Es wird hier mitten in Bangkok auf dieser chaotischen Straßen doch wohl kaum Frösche geben? Die Antwort kommt schnell. In Gestalt von drei teils traditionell, teils den klimatischen und zeitgemäßen Gegebenheiten gekleideten Frauen mit Bauchläden. In der Hand halten sie Holzfrösche über deren huckeligen Rücken sie mit einem Stab streichen und Frosch-Quacks in allen Varianten simulieren.

Diese Mädels sind so ungefähr das Erste was ich auf der Khao San gesehen und gehört habe.


Ein Froschmädchen im Abendoutfit

Ihren Kopfbedeckungen nach zu urteilen, gehören diese drei Frauen dem Bergvolk der Akha an. Vielleicht sind es aber auch Bangkoker Mädels, die mit dem Folklore-Bonus ein paar Baht verdienen wollen. Egal, ohne Moos ist auch in Thailand nichts los.

Diese Straße ist der Treffpunkt für Backpacker-Touristen in Bangkok. Je näher man an die unzähligen T-Shirt-, Flip-Flop-, Taschen-, Schmuck-Shops herantritt desto größer ist das Englisch-Thai-Kauderwelsch. In der Straßenmitte sprechen die Leute ihre eigene Sprache: englisch, deutsch, niederländisch, japanisch, spanisch...

Die Khao San ist eigentlich eine recht kurze Straße. Vielleicht einen knappen halben Kilometer lang. Trotzdem brauche ich eine ganze Weile, bis ich die Straße einmal komplett abgelaufen habe. Jeder Winkel ist hier belegt mit Blickfängern. Und geht man in einen Shop hinein, stellt man plötzlich fest, dass es dort beinahe labyrinthartige Gänge mit weiteren Shops, Massage- und Friseursalons gibt. Wäre mal interessant zu erfahren wieviele Geschäfte es auf diesen 500 Metern Khao San Road gibt.

Was gibt's denn hinter der Khao San zu sehen? Ich biege um die Ecke. Ein "Designer"-Brillen laden, eine Dönerbude, ein Schmuckstand, ein Telefongeschäft. Auf dem Bürgersteig hockt eine Frau mit ihrer mobilen Küche. Vor ihr ein Gast. Ich laufe weiter.


Essen am Straßenrand.

Links liegt treppauf ein schickes Restaurant. Ich höre es plätschern und Palmen wehen leise im Wind. Ein ruhiger Ort in diesem lärmigen Viertel.

Wieder biege ich um eine Ecke und überlege kurz, ob ich nicht doch sofort umkehren soll. Eine zum Feierabend (?) verlassener, überdachter Marktplatz. Hier und da liegt jemand auf einer Bank, zwei Straßenhunde laufen mir entgegen, eine Frau gibt einer Kundin - oder Freundin? - eine Massage auf einem der Tische. Sie quatschen und interessieren sich nicht für mich.

Am anderen Ende der Gasse ist ein Parkplatz, eine Horde Touris und eine riesige Kreuzung. Verkehr ohne Ende. Ich sehe einen Park und wäre auch sofort da, wenn nicht diese gewaltige Blechlawine sich über die, mit einem extrem gold-kitschigen straßenüberspannenden Fotoalbum des Thailändischen Königs, wälzen würde. Witzig, dass ein Polizist den Verkehr zu regeln scheint. Irgendwie funktionierts. Ich warte am Bürgersteig auf einen günstigen Moment, und warte und denke "Möönsch, ich will da RÜBER!". Als ein Grüppchen Einheimischer plötzlich neben mir auftaucht und beinahe im selben Moment die Straße überquert, nutze ich die Gelegenheit und hoffe es wird nicht mich treffen ;)


Andere haben Fotoalben oder Flickr...




Verkehr in Bangkok

Der Park war gar keiner, sondern eher ein riesiger Bolzplatz. Jungs und Männer spielten Fußball. Zuschauer saßen und lagen auf dem Rasen drumherum. Unter den Bäumen schliefen Menschen. Ob die hier draußen auch wohnen?


Bolzplatz...kaum anders als hier in Oberhausen.

Auf dem Rückweg entdecke ich ein Wurmloch und stehe plötzlich wieder auf der Khao San Road.

Später am Abend hat ein Großteil unserer Reisegruppe sich dann in einem openair-Restaurant vor dem Buddy Lodge eingefunden. Noch bevor ich mein erstes Bier getrunken habe, beschließt Montekete meine vor der Reise wagemutig im trnd-Blog verkündete Mutprobe in die Tat umzusetzen. Am Ende der Khao San Road gibt's einen Stand mit frittierten Heuschrecken, Maden und Ichwillsnichtwissen. Das sei die Gelegenheit. Also gut, ich will es hinter mich bringen. Als Übersprungshandlung gewähre ich mir davor aber noch einen Mützenkauf.

Gut behütet und der Fantasie freien Lauf lassend folge ich Montekete zum Delikatessen-Stand. Ich hatte die Wahl:


Mutprobe. Arme Heuschrecke...

Ich kaufe eine große, Montekete eine kleine Heuschrecke. Wir zahlen und plötzlich taucht unser Kameramann hinter dem Stand auf. Jetzt waren wir wirklich in Zugzwang. Mund auf, Augen zu, dreimal kauen, schlucken. Puuh, Glück gehabt! Nichts Glibberiges. Aber kratzig war sie schon, die arme Heuschrecke, und blieb mir noch ne ganze Weile im Halse stecken. Definitv nicht wiederholenswert.

Später bin ich noch mit Kristof aus dem shoestring-Team durch die Gassen gestreift. In einem vegetarisch-veganem Garagenrestaurant haben wir uns zum Abendessen auf Kissen an einen niedrigen Tisch auf den Boden gesetzt. Der Besitzer war eindeutig nicht thailändisch, die Gäste auch nicht. Insgesamt drei Leute sitzen dort mit ihrem MacBook, tippen und telefonieren. Arbeit oder Vergnügen? Arbeitende Nomaden, Vagabunden? Reisen und dabei Arbeiten? Ich bin infiziert. Das will ich auch!

Bangkok auf zwei Rädern und auf dem Wasser, modern und traditionell, idyllisch und rockig gibt's im nächsten Beitrag...

Montag, 4. Februar 2008

Sawat dee kha Thailand!

21. Januar irgendwann nachmittags, Ankunft am Flughafen Bangkok.

Meine Ohren sind dicht und ich fühle mich als Teil der taubstummen DJs (1Live) aber das macht nichts, denn endlich beginnt unsere Abenteuerreise. An der Ankunftshalle winkt unser Thailand-Guide mit einem Shoestring-Schild. Wir sind wirklich angekommen!

In drei klimatisierten Bussen geht es los, hinein in die brütende und schwüle Hitze Bangkoks. Während der Fahrt zur Unterkunft verklickert uns der Guide den ein oder anderen Hinweis. In etwa frei übersetzt “Ihr seid am neuen Flughafen Bangkoks gelandet. Der Architekt ist aus Deutschland.” “Jungs, geht nicht mit jeder schönen Lady einen trinken. Es könnte eine Professionelle sein.” “Amüsiert euch heute abend, aber denkt daran, wir treffen uns morgen früh um 6:00 Uhr zur Fahrradtour. Sonnencreme nicht vergessen.” “Ein Tipp von 20 Baht auf dem Hotel-Kopfkissen ist ok“.

Mehr habe ich nicht verstanden. Vielleicht habe ich auch nicht zugehört, denn wegen der vielen ungewohnten Szenerien konnte ich mich nicht entscheiden, ob ich eher nach links, rechts oder geradeaus schauen soll. Tempel hier, mit Menschen überfüllte Pick-ups dort, riesige Hochhaus-Baustellen auf der einen, gigantische Werbeplakate auf der anderen Seite.

Wäre ich doch ein Chamäleon!

Während die Straßen immer enger und immer voller werden, wird es um uns herum immer bunter. Für das westeuropäische Auge sind Bangkoks Straßen wirklich ein Fitnesstest.

Dann biegen wir um eine Ecke und jetzt besteht kein Zweifel mehr, wir sind in der berühmt-berüchtigten Khao San Road eingetroffen.



Unsere Busse schleichen und quetschen sich langsam durch die Melange aus Touris, Souvenir-Verkäufern und hupenden Tuk-Tuks.



Wir halten an der Buddy Lodge. Unsere Unterkunft für die kommenden zwei Nächte. Auf dem Bild oben sieht man das Buddy Lodge Schild rechts oben. Keine Backpacker-Absteige, wie ich es erwartet habe (und womit ich ebenfalls zufrieden gewesen wäre), sondern ein anständiges Hotel mit sauberen Zimmern, einem schönen Pool auf dem Dach und einem reichhaltigen Frühstücksbuffet, wie wir am nächsten Morgen feststellten.

Backpacking hat für Shoestring im Übrigen eher eine logistische Bedeutung. Wer hat schon mal versucht 9 Samsonite-Koffer und 9 Passagiere in einen Kleinbus zu stopfen? ;)

Jetzt aber erst mal rauf ins Zimmer, duschen und weiter geht’s…

Goldrausch am Treffpunkt - Zwischenstation am Flughafen Dubai

Dubai war sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg unsere Zwischenstation. 2-3 Stunden mußten wir dort jeweils auf den Weiterflug warten.

Auf diesen Flughafen war ich extrem gespannt, denn alles was ich bisher darüber gehört hatte, ließ mich ein architektonisches Meisterwerk, eine überdimensionale Shoppingmeile, modernes Interieur und einen satten Goldrausch erwarten.

Öhem, da hab ich wohl zu viel erwartet ;) Er ist natürlich schon modern, aber halt nicht spektakulär. Trotzdem ist dieser Flughafen einen Eintrag hier wert, denn er hat mich auf ganz andere, unerwartete Weise beindruckt:

Dubai liegt in den Vereinigten Arbischen Emiraten. Gerade habe ich herausgefunden, dass “Dubai” übersetzt “Treffpunkt” bedeutet. Schon am Dubaier Flughafen wird deutlich, dass diese Bezeichnung nicht von ungefähr kommt. Knapp 29 Millionen Menschen passieren diesen Flughafen jährlich, 80.000 täglich! Der Flughafen platzt aus allen Nähten. Menschen aller Hautfarben und Kulturen treffen hier aufeinander, vermischen sich und fliegen kurze Zeit später wieder in alle Himmelsrichtungen davon. Ich mußte ständig an den Raumflughafen bei “Men in Black” denken…

Kopftücher, Turbane, Hüte, Glatzen, Rastas und Haare bis zum Boden, Kleidung aus Stoffen aller Art, Leder, Leinen, Polyester, Business Anzüge und traditionelle afrikanische, asiatische und nahöstliche Folklore, Laptops und Gebetsteppiche, ein Kauderwelsch an Sprachen, Menschen sitzend, hockend, im Stehen und im Liegen schlafend. Im Flughafen Dubai sieht man ganz bestimmt einen Querschnitt der Weltbevölkerung.

Der Flughafen ist ein riesiges Schlafzimmer. Wo man geht und steht, außer in der Einkaufspassage, schlafen die Leute und das nicht nur auf den dafür vorgesehenen Stühlen. Die meisten schlafen auf dem Boden. In großen Gruppen aneinander gekuschelt mitten auf den Wegen oder versteckt hinter einer Reklametafel. Die meisten sehen nicht so aus, als hätten sie sich in Dubai einen Luxusurlaub gegönnt. Viel wahrscheinlicher ist, dass sie zu der enormen Zahl Arbeitsmigranten gehören, die in den boomenden Vereinten Arabischen Emiraten eine Anstellung als Bauarbeiter oder ähnliches gefunden haben und die sich auf den Weg zurück in ihre Heimat machen. Die meisten Arbeitsmigranten stammen aus Indien, Pakistan, Bangladesch, sehr viele auch aus afrikanischen Staaten. Und: 3/4 der Bevölkerung der Vereinten Arabischen Emirate sind Ausländer.

Hier am Flughafen habe ich auch ein “1000 x berührt” Fundstück gemacht. Eine Dirham-Münze. Sie hat wohl tausendfach den Besitzer gewechselt und dabei hat das Gesicht auf der Münze sein Profil verloren.

So, das war der Eintrag zu Dubai.

In den nächsten Beiträgen erzähle ich euch über 2 Nächte in Bangkok, eine Mutprobe, die Expedition mit dem Rad durch Bangkok, thailändische Rocker und Drogen am Steuer…

Thailand, Kambodscha und zurück

Bin wieder zurück. Mein shoestring-Abenteuer ist beendet. Leider! Es war nur genial. Aber der Reihe nach...

Wie ich im letzten Beitrag erzählt habe, habe ich via trnd vom Reiseanbieter Shoestring die Möglichkeit bekommen an einer 9-tägige Gruppenreise nach Thailand und Kambodscha teilzunehmen. Meine Motivation da mitzumachen war groß genug, um alle Bedenken, die ich gegenüber einer solchen Reise hatte über Bord zu werfen. Ich wollte einfach nur reisen, weg, die Chance ergreifen, zwei mir unbekannte Länder zu bereisen.

Meine größten Bedenken galten der Tatsache, das es sich um eine Gruppenreise handelte. Am liebsten reise ich allein oder zu zweit. Je mehr Leute, desto mehr Diskussion und da halte ich es lieber so unkompliziert und flexibel wie möglich. Außerdem ist es auch eine organisierte Reise: wenn ich verreise, bestimme ich gerne selbst wann ich wo, wie lange bin. Ich lasse mich gerne mal inspirieren und schließe mich kurzfristig an. Im Grunde liebe ich aber die Freiheit zu tun und zu lassen, was ich will ohne auf eine Gruppe Rücksicht nehmen zu müssen.

Und dann kam das:
Das Abenteuer Fernreise und das Experiment Gruppenreise beginnen und Enden am Frankfurter Flughafen. Dazwischen lagen 9 Tage voller Ereignisse. Es ist beinahe unglaublich, was wir in der kurzen Zeit erlebt haben.
Bangkok, Angkor, Khao Sok und Koh Samui. Heuschrecken essen, Tuk Tuk fahren, shoppen, fotografieren, Smaragd-Buddha suchen, lecker essen, Verkehrschaos überleben, staunen, Fahrrad fahren, Kayak fahren, Longtailboat fahren, Boot fahren, fliegen, Bus fahren, laufen, Tempel besichtigen, Steine streicheln, Cocktails trinken, massieren lassen, Fußspuren suchen, im Meer schwimmen, Touristen verwünschen, sich wundern, sich freuen, sich erschrecken, Singha Bier trinken, feilschen, gefälschte Flip-Flops kaufen, in Kambodscha französisch sprechen, in Bangkok Thai radebrechen, Klischees bestätigt sehen, Vorurteile über Bord werfen, Warane in Bangkok sehen, Wasserbüffel in Siem Reap sehen, Phallus-Symbol auf Koh Samui bestaunen, Tempelausweis zücken, Stille geniessen, bei Thai-Pop einschlafen, Khao San Rd Rummel erleben, Flip-Flops tragen, barfuß im Sand laufen, nachts draußen am Pool liegen, Moskitos vertreiben, Frösche quaken lassen, Rockkonzert hören, Kambodschanische Tänzerinnen bewundern, Geburtstagstorten essen, tiefsinnige Gespräche führen, lustige Gespräche führen, Henna Tattoo machen lassen....und immer so weiter machen wollen...

So ist es. Ich hätte noch locker ein paar Tage, und von mir aus auch in diesem Tempo, dran hängen können. Ein zusätzlicher Tag in der Dschungel-Lodge im Khao Sok Nationalpark wäre gut gewesen. Wäre dies eine normale Shoestring-Reise gewesen, hätte ich, bei rechtzeitiger Vorwarnung, meinen Aufenthalt sogar verlängern können. Finde ich super. Und ich glaube ich hätte es auch gemacht. Nachdem man mit Shoestring einen Kreuz & Quer-Trip durchs Land gemacht hat, besteht die Möglichkeit auf eigene Faust und im eigenen Tempo das Land zu entdecken. Ich finde dieses Kombination genial.

Während der Reise gab es geplante Programmpunkte, die nicht zwingend waren, die aber wohl die meisten eh freiwillig mitgemacht haben: die Fahrradtour durch Bangkok, die Bootsfahrt auf dem Chiao-Lan-Stausee, Besichtung der Tempelanlagen von Angkor. Das war's auch schon. Wir hatten also genügend Freiraum unsere eigenen Nase in den Wind zu stecken und eigenen Fährten zu folgen. Ob allein, oder in kleineren Grüppchen, es liegt in der Natur des Menschen, vielleicht das ein oder andere doch gemeinsam zu erleben und an anderer Stelle ganz für sich allein auf Entdeckungstour zu gehen. Ein Travelguide stand während der ganzen Zeit in Thailand als Ansprechpartner zur Verfügung. Man konnte sicher sein, dass er irgendwo in der jeweiligen Hotel-Lobby saß und bereit war Rede und Antwort zu stehen. Da ich ja noch nie eine Pauschal- oder Gruppenreise oder ähnliches gemacht habe, weiß ich mich in der Regel ganz gut allein zu Recht zu finden. Find ich aber ganz ok, dass es einen Travelguide gibt. Allerdings wäre mir da jemand mit weniger Kommunikationsschwierigkeiten und dynamischeren Auftreten lieber gewesen.

Während der Reise wurden wir begleitet von Hans, dem Shoestring-Gründer, Tonia, einer Shoestring-Mitarbeiterin und Kristof, dem Marketingverantwortlichen für Shoestring. Entspannte Leute und ich hatte wirklich nicht den Eindruck, ich hätte an einer Lamfelldecken-Butterfahrt teilgenommen ;) Unsere Begeisterung, die den dreien so tagtäglich entgegenschwappte, wird wahrscheinlich dazu führen, dass diese Tour mit 1-2 zusätzlichen Tagen demnächst ebenfalls bei Shoestring zu buchen ist. Allen, die bei den Shoestring-Reisen eine Backpacker-Tour erwarten, sollten allerdings wissen, dass Backpacking hier lediglich organisatorische und logistische Gründe hat. Es ist einfacher ein paar Rucksäcke als ein paar Hartschalenkoffer im Minireisebus zu verstauen. Der klassische Backpacker ist Individualist und würde wahrscheinlich eh nie auf die Idee kommen, so eine Reise zu buchen. "Reise buchen" allein ist wohl schon ein Reizwort. Die Unterkünfte entsprechen ebenfalls kaum den Vorstellungen einer möglichst günstigen Bleibe. Alle Hotels und Lodges in denen wir übernachtet haben, waren eher im mittleren Preissegment angesiedelt, sauber, mit Dusche und/oder Badewanne, Balkon, günstig gelegen und mit Frühstück inklusive. Es heißt "on a shoestring" bei Shoestring. Kann ich schon aufgrund der Auswahl der Unterkünfte nicht bestätigen. Ich hätte weniger erwartet. Oder vielleicht mehr für's Geld? (wenn ich's bezahlt hätte) Im Grunde bin ich aber ganz glücklich mit der Auswahl der Hotels. Denn ganz so scharf auf die Bettnachbarschaft mit Kakerlaken und Co, wie es bei billigen Unterkünften vielleicht wahrscheinlicher ist, bin ich nicht.

Insgesamt ist die Tour genau das Richtige für Leute mit Lust auf Reise-Abenteuer mit Reißleine. Wem's dann nach mehr gelüstet, kann ja verlängern.

Ob ich bei Shoestring eine Reise buchen würde? Gut möglich, der Katalog wird hier immer mal wieder durchgeblättert. Eine Kombination aus gebuchter und verlängerter Reise würde mir am besten gefallen.
Zunächst aber, noch ganz im Reisefieber, plane ich eine Schwedenreise in diesem Sommer. Näheres dazu bald hier auf 1000 x berührt.

Was ich in Thailand und Kambodscha gesehen und erlebt habe, seht ihr in den kommenden Beiträgen.

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Reise gewonnen: Thailand / Kambodscha

Geschafft! Ich habe mich via TRND für ein Reiseprojekt nach Thailand und Kambodscha beworben und ich habe gewonnen!! Jetzt, nach zwei Tagen glaube ich erst wirklich, dass es war ist.

Die Reiseagentur shoestring lädt 16 Leute auf diese 9-tägige Tour ein. Der Firmenname ist inspiriert von der englischen Redewendung "on a shoestring", was so viel wie "mit ein paar Groschen / mit wenig Geld" bedeutet. Geführte günstige Fernreisen mit, laut eigenen Angaben, viel Platz für individuelle Erfahrung, stehen bei shoestring auf dem Programm. Das Konzept finde ich spannend, das Reiseziel allemal, neugierig bin ich sowieso Yeah ich habe gewonnen ;-)

Die Route in der Kurzfassung
20. /21. Januar: Flug Frankfurt > Bangkok/Thailand
22. Januar: Aufenthalt in Bangkok
23. Januar: Flug nach Siem Reap/Kambodscha
24. Januar: Besichtigung der Tempelanlagen Angkor Thom & Angkor Wat
25. Januar: Flug nach Surat/Thailand ... Ausflug zum Khao Sok Nationalpark
26. Januar: Bootstour auf dem Rajaprabha See / Fahrt nach Koh Samui
27. Januar: Koh Samui
28. Januar: Koh Samui, später Flug nach Bangkok
29. Januar: Ankunft Frankfurt

Das wird super. Das weiß ich jetzt schon. Bestimmt werde ich auch jede Menge Fotos für meine Fotoserie "1000 x berührt" machen können.

Weil's so schön ist...hier meine Googlekarte mit der groben Routenplanung. Details und Fotos werde ich nach und nach ergänzen bzw. Detailkarten anfertigen:


Größere Kartenansicht

Freitag, 23. November 2007

Altar in Kamakura


Das ist das Titelbild dieses Blogs. Aufgenommen habe ich es im Frühjahr 2000 in Kamakura in Japan. Es ist ein Altar. Menschen berühren die Köpfe der Figuren und wünschen sich etwas. Genau diesen Moment habe ich auf diesem Foto festgehalten.

Kamakura liegt südlich von Tokio und ist ein Touristenmagnet. Warum? Weil es hier eine Vielzahl von Tempeln und Schreinen in schönen Gärten und Wäldern gibt, weil ein traditioneller Rikschafaher in der Innenstadt nichts ungewöhnliches ist, weil man in den Wäldern sehr schöne Wandertouren machen kann, weil es einen sehr beliebten Strand hat und... und das ist der Grund weshalb ich in erster Linie dorthin gefahren bin... weil es dort eine riesige Buddhastatue, die zweitgrößte Japans gibt. Der bronzene 13 Meter hohe Daibutsu im Kotokuin Tempel.


Die aus dem 13. Jahrhundert stammende Statue war übersprünglich in einer großen Tempelhalle. Im 15. Jahrhundert wurde diese Halle von einer mächtigen Tsunamiwelle erfasst und weggespült, seitdem steht der Daibutsu frei. Für ein paar Yen kann man die Statue von innen besichtigen. Leider war damals die Idee zu "1000 x berührt" noch lange nicht in meinem Kopf. Bestimmt gibt es nämlich im Inneren der Statue Bereiche, die oft, wahrscheinlich heimlich, berührt werden. Das ist das Bild das ich innen gemacht habe:

Und abschließend noch ein paar weiter Bilder von Kamakura:

Links: Hochzeitspaar in traditioneller Hochzeitskleidung vor dem Hachimangu Schrein
Rechts: Koi in den Parkanlagen des Hachimangu Schreins


Links: Rikschafahrer in Kamakura
Rechts: Graffiti am Strand von Kamakura